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 Rohrzucker, (Saccharum officinarum),
engl.: sugar-cane, franz.: canne à sucre.
 

 

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Brauner Zucker ist ein Halbfertigprodukt des Rohrzuckers. Seine Zuckerkristalle sind noch nicht vollständig von anhaftenden Sirup befreit, dadurch erhält er seine braune Farbe. Dieser Zucker enthält noch Vitamine, Mineralien und Stoffe, die dem Zucker ein zusätzliches Aroma verleihen. Wegen seinem vergleichsweise hohen Anteil an Vitaminen, Mineralien und Spurenelemente wird dieser Zucker sehr gerne in der Vollwertküche verwendet.

Zuckerrohr gehört zu der botanischen Familie der Gräser (Gramineae bzw. Poaceae).
Zuckerrohr ist eine seit Jahrtausenden bekannte Nutzpflanze. Seinen Ursprung vermutet man im tropischen Südostasien, in Polynesien und Neuguinea. Mit der Entdeckung Amerikas gelangte Zuckerrohr auch in die tropischen Breiten dieses Kontinents. Mittlerweile wird Zuckerrohr weltweit angebaut.
Die Familie der Gräser stellt für die Menschheit einige der wichtigsten Kulturpflanzen überhaupt. Neben Mais und Getreide zählt Zuckerrohr mit einer Weltproduktion von 62 Millionen Tonnen Zucker jährlich zu den weltwirtschaftlich bedeutendsten Nutzpflanzen. 55% der Zucker-Weltproduktion geht aus dem Anbau von Zuckerrohr hervor, den Rest liefert die Zuckerrübe.

Saccharum officinarum (Zuckerrohr) ist eine von 12 Arten der Gattung Saccharum. Die bis zu 4 Meter groß wachsende Pflanze kann bis zu 20 Jahre alt werden. Sie wächst schilfartig und bildet bis zu 2 Meter lange, durch Kieselsäureeinlagerung raukantige Blätter. Ihre behaarten Blüten glänzen seidig und stehen in großen, dichten Rispen zusammen. Aus wirtschaftlicher Sicht sind nur die Halme von Interesse. Die großen Zuckerrohrstengel sprießen aus knotigen, weit im Boden kriechenden Wurzelstöcken. Sie werden bis zu 7 Zentimeter im Durchmesser dick und bestehen aus etwa 10 bis 40 Zwischenknotenstücken, den Internodien. Die Internodien enthalten bis zu zwei Drittel ihrer Länge ein lockeres, süßes, saftiges Mark, dessen Zuckeranteil bis zu 18% betragen kann. Die Stengel sind leicht mit Wachs überzogen und erscheinen glänzend. Ihre Farbschattierung reicht sortenbedingt von hell-grün bis rot-braun. Der hohe Zuckeranteil ist der Grund, weshalb Eingeborene so herzhaft und genüsslich auf den Stengeln herumkauen. Für uns Europäer ist das "Zuckerrohrkauen" allerdings weniger genüsslich, weil das Mark von Sklerenchymbündel durchsetzt sind, die uns das Kauen als unangenehm empfinden lassen. Sklerenchymgewebe besteht aus Zellen mit stark verdickten Zellwänden, die vor allem der Stengelrinde als Festigungsgewebe dienen.

Als Gemüse im eigentlichen Sinn kann man Zuckerrohr nicht bezeichnen. Zuckerrohr dient fast ausschließlich der industriellen Verarbeitung zu Zucker. Ursprünglich wurde Zuckerrohr aber nur angebaut, um das süße, saftige Mark aus den frischen Rohren zu holen. Frisches Zuckerrohr gibt es auch heute noch rund um den Globus auf allen Märkten der Welt. Die "reifen" Rohre werden nach 9 bis 24 Monaten, wenn alle Blätter (mit Ausnahme der Wipfel) verwelkt sind, geerntet. Die für den Gemüsehandel bestimmten Zuckerrohre werden auf eine bestimmte Länge zurechtgeschnitten und in Kisten versandt. In Europa werden vorwiegend Importe aus Kenia und Brasilien angeboten.

Rohrzucker wird aus dem schilfartigen
Zuckerrohr aus den tropischen Gebieten gewonnen. Zuckerrohr enthält in den Stängeln bis zu zwanzig Prozent Zucker. Um an den begehrten Rohstoff heranzukommen wird das Zuckerrohr in Mühlen ausgepresst. Der dabei gewonnene zuckerhaltige Saft enthält allerdings große Verunreinigungen. Diese Trübstoffe werden durch die Zusätze Kalk und Kohlensäure gebunden und durch Filterung später separiert. Durch dieses Verfahren wird der Zuckersaft geklärt und durch eine exakt dosierte Zugabe von Zuckersirup eingedickt und so zum auskristallisieren gebracht. Dieser Kristallisationsprozess vollzieht sich relativ schnell. Der Restsirup wird durch zentrifugieren von den Kristallen getrennt. Der so gewonnene Rohzucker ist allerdings noch gelb-braun verfärbt, es haften ihm noch Sirupreste an, die erst durch Abbrausen mit Wasser und Dampf völlig von den Zuckerkristallen getrennt werden. Nach diesem Vorgang wird der Rohzucker nochmals aufgelöst und erneut Kristallisiert. Erst jetzt erhält man den schneeweißen Zucker, die Raffinade.

Diese Inforamtion haben wir entnommen aus der Webseite von http://www.lebensmittellexikon.de die wir hier gerne empfehlen wollen.

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